3 GRÜNDE WARUM CONTAINER DIE BESTEN TINY HOUSES SIND

Bigger is better? Tiny Houses versprechen das genaue Gegenteil. Wohnzimmer, Küche, Bad lassen sich auf ein paar Quadratmetern locker unterbringen. Besonders Seecontainer erweisen sich als günstige, flexible und nachhaltige Raumwunder. Ob Garten-, Gäste oder Wochenendhaus: In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wozu ein Container alles fähig ist. Spoiler: sogar zum Null-Energie-Haus.

Seecontainer entwickeln sich immer mehr zu einer der attraktivsten Wohnformen auf kleinem Raum. Die robusten Container lassen sich je nach Zielgruppe unterschiedlich gestalten und sind alles andere als langweilige Zweckarchitektur.

Die Zielgruppen von Tiny Houses sind vielfältig: Dazu zählen Rentner, die für ihre großen Grundstücke ein Garten-, Gäste- oder Poolhaus bauen lassen wollen, Menschen, die auf Grund des knappen Wohnungsangebotes keine Bleibe in der Großstadt finden oder generell an alternativen Wohnkonzepten interessiert sind und Studenten-WGs. Die Container-Eigenheime sind zudem als ideales Wochenenddomizil oder Ferienhaus geeignet.

Tiny Houses liegen im Megatrend: Ihre Bewohner sind Teil einer aktiven Community

Anhänger der Tiny Houses sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Die Bewegung hat ihren Ursprung in den USA und entstand als Gegenentwurf zum dort immer noch weit verbreiteten “Bigger ist better”-Lifestyle. Das sogenannte Downsizing des eigenen Besitzstandes passt gut zum zunehmenden Bewusstsein der Bevölkerung für Nachhaltigkeit. Materielle Güter anzuhäufen und in einem möglichst großen Haus zu wohnen ist heute längst kein Statussymbol mehr.

Auch in Deutschland gewinnt das Thema zunehmend Aufmerksamkeit. Die deutschsprachige Community trifft sich jährlich beim “New-Housing-Festival” in Karlsruhe.

Schneller, günstiger und nachhaltiger als in einem Container lässt es sich kaum leben. In diesem Artikel liefern wir Ihnen dafür drei handfeste Argumente.

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Wohnen schon ab 15.000 Euro

Ein bezugsfertiger Wohncontainer ist schon ab 15.000 Euro zu haben. Darin enthalten sind Fensterfront, Elektrik inklusive Beleuchtung, Wasseranschlüsse, Heizung, Holzboden, Rigips-Verkleidung, Einbauküche und Bad. Der Kunde muss nur noch seine Möbel reinstellen. Wer dauerhaft im Container wohnen will, kann diesen schon für weniger als 5.000 Euro nachhaltig dämmen lassen.

Ob und in welchem Rahmen die Aufstellung von Containern erlaubt ist, regelt die jeweilige Landesbauverordnung des Bundeslandes. Hier erhalten Sie einen Überblick über Baugenehmigungen für Container. Weitere Infos enthält dieses 33-seitige pdf mit Erläuterungen zur Einordnung von Tiny Houses im deutschen Baurecht. 

Mindestens 30 Jahre Lebensdauer und optional energieautark

Container haben Außenwände aus verzinktem Stahl und sind entsprechend unempfindlich gegen Witterungseinflüsse. Rost kann sich auf Grund der Beschichtung nicht bilden. Wenn sie nicht dauerhaft transportiert werden, haben sie eine Lebensdauer von mindestens 30 Jahren.

Die Wohnform lässt sich auch als Null-Energie-Haus konzipieren. Dafür kommen Wärmepumpen, PVT-Kollektoren – ein Hybrid aus Photovoltaik und Solarthermie – sowie Batteriespeicher zum Einsatz.

In wenigen Stunden steht das Containerhaus 

Stapelbare Container ermöglichen ein Baukastensystem. So lässt sich in wenigen Stunden ein komplettes Containerhaus erstellen. Bis ein Fertighaus bewohnbar ist, kann es hingegen bis zu einem halben Jahr dauern. Ein weiterer Vorteil von Containern: Sie sind in der Regel sofort verfügbar.

Ein standardisierter 20-Fuß-Seecontainer ist im Inneren 5,90 Meter lang und 2,35 Meter breit. Die Höhe beträgt 2,39 Meter. Damit ergibt sich eine Wohnfläche von 13,87 Quadratmetern, bei einem 40-Fuß-Container sind es sogar 28,37 Quadratmeter.